In Europa ist der Besitz von Immobilien oft ein wesentlicher Bestandteil der Vermögensbildung. Besonders in Ländern wie Spanien, Italien oder auch Osteuropa leben viele Menschen in den eigenen vier Wänden. Deutschland jedoch bildet hier eine Ausnahme – und das hat Folgen für die Vermögensverteilung.
Während in den meisten europäischen Ländern über 70 % der Bevölkerung Immobilien besitzen, liegt die Wohneigentumsquote in Deutschland nur bei etwa 50 %. Dieser relativ niedrige Wert hat historische, rechtliche und kulturelle Gründe:
In Ländern mit einer hohen Wohneigentumsquote trägt der Immobilienbesitz wesentlich zur Vermögensbildung und damit zu größeren Vermögensunterschieden bei. Wer früh eine Immobilie kauft, profitiert von der Wertsteigerung und hat im Alter oft eine schuldenfreie Wohnung oder ein Haus als Sicherheit. In Deutschland haben dagegen viele Menschen aufgrund der oben genannten Faktoren nicht die Möglichkeit, durch Immobilien signifikant Vermögen aufzubauen.
Durch den geringeren Immobilienbesitz ist der Unterschied zwischen denjenigen, die Immobilien besitzen und denen, die keine besitzen, weniger ausgeprägt. Weniger Menschen können durch Immobilien langfristig Vermögen aufbauen, was die Kluft zwischen Vermögenden und weniger Vermögenden moderater hält als in anderen europäischen Ländern.
Auch wenn die Eigentumsquote in Deutschland relativ niedrig ist, bleibt die Investition in Immobilien eine sehr interessante Möglichkeit zur Vermögensbildung – vor allem als Kapitalanlage. Immobilien bieten langfristig nicht nur eine stabile Wertentwicklung, sondern auch steuerliche Vorteile, z. B. durch Abschreibungen (AfA) und die Nutzung von Fremdkapital.
Während in vielen europäischen Ländern der Immobilienbesitz zur Vermögensbildung im privaten Bereich beiträgt, nutzen zunehmend in Deutschland viele Menschen Immobilien primär als Kapitalanlage. Dies trägt zu einer geringeren Vermögenskluft bei, bietet aber Kapitalanlegern die Möglichkeit, durch strategische Investitionen langfristig Vermögen aufzubauen. Ob Denkmalimmobilie oder Neubauprojekt – für Kapitalanleger bleibt der deutsche Immobilienmarkt eine interessante Option, besonders durch steuerliche Vorteile (Denkmal-AfA, lineare AfA, Sonder-AfA und seit 01.04.24 die 5% degressive AfA) und fortlaufend attraktive Mietrenditen.
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