Immobilien gelten als solide Säule für den Vermögensaufbau, und eine 100% Finanzierung kann besonders für Kapitalanleger eine attraktive Option sein. In diesem Beitrag sehen wir uns die Strategie der Kapitalanlage in eine vermietete Bestandswohnung im Detail an. Mit einem Kaufpreis von 300.000 Euro und einer 100% Finanzierung mit einem Zinssatz von 3,5% p.a. und einer Tilgung von 1,5% gehen wir durch, wie sich die Investition über 15 Jahre mit einem jährlichen Wertzuwachs von 3% entwickeln könnte. Die lineare Abschreibung für Abnutzung (AfA) mit 2% jährlich liefert dabei zusätzliche steuerliche Vorteile.
Für die Kalkulation gehen wir von den folgenden Annahmen aus:
Die Finanzierungskosten setzen sich aus den Zinsen und der Tilgung zusammen. Da es sich um eine annuitätische Tilgung handelt, bleiben die jährlichen Kreditraten über die Laufzeit konstant. Die jährliche Annuität ergibt sich aus Zins- und Tilgungszahlungen, die zusammen 5% des Kreditbetrags ausmachen.
Im Laufe der Jahre sinkt der Anteil der Zinsen an der Annuität, da die Tilgung den Kreditbetrag reduziert.
Die monatliche Belastung bleibt jedoch gleich.
Bei einer vermieteten Bestandswohnung können Kapitalanleger die Abschreibung und die Zinsen steuerlich geltend machen, was die Steuerlast erheblich reduziert:
Die lineare Abschreibung für Bestandsimmobilien beträgt 2% des Kaufpreises pro Jahr. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro ergibt sich eine jährliche Abschreibung von:
Im ersten Jahr beträgt der Zinsanteil 10.500 Euro. Diese Zinsen sind als Werbungskosten absetzbar und verringern so die Steuerlast. Da der Zinsanteil mit der Tilgung sinkt, reduziert sich auch die steuerliche Absetzbarkeit über die Jahre.
Zusammen ergeben sich somit steuerliche Abschreibungsvorteile durch Zinsen und AfA, die den steuerpflichtigen Ertrag der Immobilie mindern.
Ein entscheidender Vorteil der Immobilie als Kapitalanlage sind die regelmäßigen Mieteinnahmen, die den Kapitalfluss positiv beeinflussen und teilweise zur Tilgung genutzt werden können. Gehen wir von einer jährlichen Nettokaltmiete von 4% des Kaufpreises aus, ergibt sich folgende Kalkulation:
Die Mieteinnahmen decken also einen großen Teil der jährlichen Annuität von 15.000 Euro und reduzieren damit die Eigenbelastung des Anlegers.
Neben den steuerlichen Vorteilen und Mieteinnahmen sorgt die erwartete Wertsteigerung der Immobilie für einen langfristigen Vermögenszuwachs. Bei einer jährlichen Wertsteigerung von 3% ergibt sich folgendes Szenario nach 15 Jahren:
Das bedeutet, dass die Immobilie in 15 Jahren um etwa 167.000 Euro an Wert gewinnt.
Nach Ablauf der 15 Jahre lässt sich die Kapitalrendite berechnen. Neben der Wertsteigerung spielen auch die getilgten Kreditanteile und die steuerliche Entlastung eine Rolle:
Die Kombination aus Wertzuwachs, Tilgung und steuerlicher Entlastung führt zu einer deutlichen Kapitalmehrung.
Die 100% Finanzierung einer vermieteten Immobilie mit steuerlichen Vorteilen, konstanten Mieteinnahmen und einer stabilen Wertsteigerung bietet Kapitalanlegern eine attraktive Möglichkeit für den Vermögensaufbau. Die Hebelwirkung der Finanzierung ermöglicht es, mit geringem Eigenkapitaleinsatz eine langfristige Kapitalrendite zu erzielen.
Durch die steuerlichen Absetzbarkeiten von Zinszahlungen und AfA bleibt die Eigenbelastung niedrig, und durch die Wertsteigerung wächst das Vermögen beständig. So erweist sich die Immobilie als eine rentable und sichere Form der Kapitalanlage – gerade in Zeiten, in denen andere Investitionen unsicheren Renditen unterliegen.
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